Personaldokumente Allgemein

Immer wieder werden die Begriffe

  • Ausweis,
  • Personalausweis,
  • Reisepass,
  • Ausweispflicht und
  • Mitführpflicht

durcheinandergewürfelt, verwechselt oder falsch verstanden. Das ändern wir jetzt:

Ausweis

Ein „Ausweis“ kann ein x-beliebiges Dokument sein. Z.B. ein Videothekmitgliedausweis, Muckibudenausweis etc.p.p. Das Wort bedeutet nichts offizielles, auch wenn oft der Personalausweis darunter verstanden wird. Jedermann darf sich Ausweise ausdenken und/oder ausstellen. Z.B. ein Mitgliedsausweis zum „ich-habe-das-weicheste-Kuscheltier-überhaupt“-Club.

Personalausweis

Ein Personalausweis ist ein hoheitliches Dokument, welches manche Staat ihren Bürgern zu Identifikationszwecken ausstellen. Ein in der EU ausgestellter Personalausweis gilt zusätzlich als „Grenzübertrittsdokument“ für alle EU-Länder, und berechtigt auch zur Einreise in einige (wenige) andere Länder. In den meisten EU-Ländern hat dieser Ausweis heute Kreditkartenformat.

Reisepass

Ein Reisepass erfüllt prinzipiell den gleichen Zweck wie ein Personalausweis. Der Reisepass hat die Form eines kleinen Büchleins und ist somit deutlich unpraktischer mitzuführen als ein Personalausweis. Auf den leeren Seiten können andere Staaten Vermerke eintragen, im Normalfall sind das Visa und Ein- Ausreisestempel. Reist man in Länder außerhalb der EU muss man, je nach Land, einen Reisepass vorlegen. Bekanntestes Beispiel: die Vereinigten Staaten von Amerika

Ausweispflicht

Die Ausweispflicht bedeutet, zumindest in Deutschland, dass man mindestens einen der genannten Ausweise besitzen muss. Wer den Unterschied zwischen Besitz und Eigentum nicht kennt, sollte sich diesen genau(!) erarbeiten. An dieser Stelle nur soviel: Niemand kann Personalausweis oder Reisepass sein Eigentum nennen, da das Eigentum immer beim ausstellenden Staat verbleibt. Besitzen tut man einen Ausweis jedoch bereits, wenn dieser nur zu Hause rumliegt. Z.B. in der Schweiz muss man nichts besitzen. Jedoch darf man ohne entsprechendes Dokument nicht ins Ausland reisen, so dass in der Praxis fast alle Schweizer trotzdem eines besitzen.

Mitführpflicht

Eine „Mitführpflicht“ besteht, wenn man ein bestimmtes Dokument ständig bei sich tragen muss. In z.B. Deutschland und/oder der Schweiz muss man keinerlei Dokument bei sich tragen. Man darf „einfach so“ auf der Strasse umherlaufen. Wenn die Polizei jemanden kontrollieren will ist es besser wenn man sich ausweisen kann, darf die Polizei doch sonst jede Person ohne weiteren Grund zur Identitätsfeststellung auf die Wache mitnehmen. Dies wäre völlig Straf- und Bußfrei, jedoch bekommt man auch keinerlei Entschädigung. Entsprechend empfiehlt es sich ein Dokument mitzuführen, aber es ist trotz allem keine Pflicht. Wer jedoch eine Schengen-Grenze überschreitet, muss sich amtlich ausweisen können. Insofern besteht beim Grenzübertritt sehr wohl eine Mitführpflicht. In z.B. den Niederlanden und Belgien besteht insgesamt eine ständige Mitführpflicht für ein offizielles Personaldokument.

Ausnahmen:

Zu jeder Regel gibt es bekanntlich Ausnahmen. So muss nicht jede Person in Deutschland einen Ausweis besitzen, und unter bestimmten Umständen muss man auch in Deutschland und/oder der Schweiz immer einen Ausweis mitführen. Diese Ausnahmen sind für Normalbürger in aller Regel unwichtig, zumal man darauf hingewiesen wird wenn man zu einer dieser besonderen Gruppen gehört. Beispiele sind Insassen einer JVA (müssen kein Personaldokument besitzen), oder Personen die Waffen mitführen dürfen (diese müssen zusätzlich zur Waffe auch ein Personaldokument mitführen).

Wer jetzt weiss was er haben möchte, kann hier ein paar Hinweise zur Beantragung der Personaldokument lesen.

SEPA

Die neu eingeführte „Single European Payment Area“ (SEPA) hat ein grundlegendes Problem in ihrer Ausgestaltung: Die neu eingeführte IBAN/BIC Kontonummer.

Die IBAN (=International Bank Account Number) soll eigentlich €uro-weit für Abbuchungen und Überweisungen nutzbar sein. Leider haben die Urheber des SEPA-Verfahrens keinen „großen Wurf“ gewagt – nämlich die Einführung einer neuen, wirklich einheitlichen €uro-weiten Kontonummer.

Stattdessen wurden bestehende Kontnummern „nur“ in ein einheitliches Format umgemünzt. Hier das Beispiel für Deutschland:

Bestehendes Konto:
Konto: 1234567890
Bankleitzahl 87654321

wird ungemünzt auf:
IBAN: DE12876543211234567890
(wobei „DE“ das Land angibt, es folgen 2 Prüfziffern, dann die alte Bankleitzahl, dann die alte Kontonummer)

Einzelheiten zu allen teilnehmenden Ländern gibt´s z.B. bei >>Wikipedia<<.

Das Problem ist, dass die Kontonummern das Urheberland ohne weiteres erkennen lassen. Prompt erstellt die Industrie Formulare, welche den internationalen Sinn der SEPA konterkarieren, nämlich das „DE“ als Kontonummerbeginn voraussetzen. Hier als Beispiel die Kontonummern-Maske eines deutschen Mobilfunkanbieters:

IBAN-BIC-Maske

Technisch ermöglichen die Banken also €uro-weites abbuchen, nur wird der Kunde dies aufgrund der mangelhaften Implementierung zunächst mal nicht sinnvoll nutzen können.

Ebays Bewertungssystem

Das Bewertungssystem ist das Herz von Ebay.

Bewertungen –> Vertrauen –> Umsatz

—  vs.  —

keine Bewertungen –> kein Vertrauen –> kein Umsatz

Es ist also in Ebays eigenem Interesse Betrugsfälle zu minimieren und Bewertungen überwiegend positiv zu halten. Um dies zu erreichen übertreibt es Ebay meiner Meinung nach ein wenig:

Wie funktioniert das System aktuell?

  • Mitglied 1 (Käufer) kauft etwas von Mitglied 2 (Verkäufer)
  • Käufer und Verkäufer können jeweils eine Bewertung hinterlassen.

Wo ist das Problem?

Wer zuerst bewertet hat verloren: Das zuletzt bewertende Mitglied kann seine Bewertung von der Bewertung des ersten Mitgliedes abhängig machen.

Solange beide Parteien die Transaktion positiv bewerten, ist das kein Problem. Aber wenn man sich über jemanden beschweren möchte… Tut man das dann auch? Oder schreckt man davor zurück schlechte Bewertungen zu geben, weil man fürchtet aus „Rache“ selbst schlecht bewertet zu werden? Erwischt!

Viele Verkäufer erheben dies zum Prinzip: Es tummeln sich Angebote mit Sätzen wie „Wir bewerten erst, nachdem wir eine Bewertung erhalten haben“. Höchst verräterisch.

Wie könnte man das lösen?

Sobald eine Partei seine Bewertung abgibt, sollte die andere Partei darüber informiert werden, dass eine Bewertung vorliegt, aber nicht wie diese Bewertung ausfällt. Erst wenn die zweite Partei seine Bewertung vergibt, sollten beide Bewertungen unveränderlich sichtbar werden. „Rachebewertungen“ wären dann nicht mehr möglich.

Natürlich, sagt jetzt der ein oder andere, weiss ein Verkäufer meist, dass ein Kunde nicht glücklich ist. Sowas hat meist eine Geschichte, welche dem Verkäufer ermöglicht schlechte Bewertungen zu blockieren, indem er einfach keine Bewertung vergibt. Hier kommt das zweite Element meines Vorschlages zum tragen:

Nach einer Frist erscheinen alle Bewertungen, aber ab dem gleichen Moment kann die zweite Partei keine Gegenbewertung mehr vergeben. So werden Rachebewertungen insgesamt unmöglich.

Warum macht Ebay das nicht so?

Aktuell haben alle („seriösen“) Ebayer positive Bewertungen zwischen 99.0 and 99.9%. Alles unter 99% wird von Kunden als untragbar angesehen, also ist Ebay bemüht die Werte auf dem Niveau zu halten. Ansonsten, so Ebays Befüchtung, würden die Verkäufe (und Ebays Provisionen) einbrechen.

Dem ist entgegenzuhalten, dass mein Vorschlag eine neue Bewertungskultur hervorbringen würde. Wenn 90% als „gut“ und 95% als „exzellent“ angesehen würden, hätten Kunden endlich einen verlässlichen Wert auf dem man Kaufentscheidungen basieren kann. Die faulen Eier unter den Verkäufern würden früher aussortiert, da Kunden endlich einfach sagen würden was sie denken. Langfristig würde das m.E. die Verkäufe sogar anschieben, weil Ebay wieder als seriöser wahrgenommen würde.

Porto und Ausland

Europäische Postdienstleister, zusammen mit der europäischen „Union“, bleiben mir ein Rätsel. Wenn man Pakete durch Deutschland/die EU sendet zeigt sich, welche unlogischen Konsequenzen Grenzen immer noch mit sich bringen.

Vergleichen wir mal: Wir schicken ein standardisiertes Paket von 45/30/15cm und 2kg.

von Flensburg nach Berchtesgaden                   von Aachen nach Kelmis
(=innerhalb Deutschlands)                                  (von Deutschland nach Belgien)

A2K+F2B

>>Karte<< — klicken für eine — >>Karte<<
1092 km — Entfernung — 10.4 km
10h20 — Fahrzeit mit dem Auto — 00h13
€ 4.10 — Preis für die Sendung — € 8.90

Während das Inlandspaket 10000% weiter befördert wird, und die Strecke mit dem Auto 5000% länger dauern würde, ist das Inlandspaket trotzdem ~50% günstiger.

Offizieller Grund: Mit dem „internationalen“ Transport beschäftigen sich 2 Logistikunternehmen, also die deutsche und die belgische Post, während das Inlandspaket von nur einer Firma bewegt wird. Macht das Sinn? Entscheide selbst!

Schlangen bei der deutschen Post

Postämter haben verschiedene Strategien ihre Warteschlangen zu organisieren. Grundsätzlich gibt es folgende Philosophien:

Eine Schlange pro Schater — zentrale Schlange — Ticket/Nummersystem

„Eine Schlange pro Schalter“ ist inzwischen zum Glück fast nicht mehr zu finden. Heutzutage gibt es hauptsächlich zentrale Schlangen und Ticket/Nummersysteme.

Ein deutsches Postamt an einem Samstag Nachmittag. „Zentrale Schlange“, Wartezeit ~15-20 Minuten. Alle Kunden sind in der Schlange „gefangen“. Wagt man es die Schlange zu verlassen, wird man vom „Samstagnachmittagsmob“ dazu gezwungen sich wieder hinten anzustellen.

Man wird der Möglichkeit beraubt die Zeit effektiv zu nutzen. Man kann kein anderes Geschäft aufsuchen, oder sich die von der Post veilgebotene Ware anschauen. Ergebnis: Kein Umsatz!

Das Schweizer Pendant der Post nutzt selbst in kleinen Filialen ein Nummer/Ticket-system. Kein eintöniges Warten. Ist die Wartezeit gar zu lang, kann man nebenan einen Kaffee schlürfen. Oder bei der Post höchstselbst einkaufen. „Zufälligerweise“ hat die Post da einige Angebote auf Lager. Ergebnis: Umsatz, und/oder zufriedene Kunden. Win – win. Eigentlich ein no-brainer?!