Die neu eingeführte „Single European Payment Area“ (SEPA) hat ein grundlegendes Problem in ihrer Ausgestaltung: Die neu eingeführte IBAN/BIC Kontonummer.
Die IBAN (=International Bank Account Number) soll eigentlich €uro-weit für Abbuchungen und Überweisungen nutzbar sein. Leider haben die Urheber des SEPA-Verfahrens keinen „großen Wurf“ gewagt – nämlich die Einführung einer neuen, wirklich einheitlichen €uro-weiten Kontonummer.
Stattdessen wurden bestehende Kontnummern „nur“ in ein einheitliches Format umgemünzt. Hier das Beispiel für Deutschland:
Bestehendes Konto:
Konto: 1234567890
Bankleitzahl 87654321
wird ungemünzt auf:
IBAN: DE12876543211234567890
(wobei „DE“ das Land angibt, es folgen 2 Prüfziffern, dann die alte Bankleitzahl, dann die alte Kontonummer)
Einzelheiten zu allen teilnehmenden Ländern gibt´s z.B. bei >>Wikipedia<<.
Das Problem ist, dass die Kontonummern das Urheberland ohne weiteres erkennen lassen. Prompt erstellt die Industrie Formulare, welche den internationalen Sinn der SEPA konterkarieren, nämlich das „DE“ als Kontonummerbeginn voraussetzen. Hier als Beispiel die Kontonummern-Maske eines deutschen Mobilfunkanbieters:
Technisch ermöglichen die Banken also €uro-weites abbuchen, nur wird der Kunde dies aufgrund der mangelhaften Implementierung zunächst mal nicht sinnvoll nutzen können.
